28.03.2017: Die Welt hinter BILLY, PAX & Co.

Das Team des Siegener IKEA-Einrichtungshauses gab einen Blick hinter die Kulissen – und verriet, welche Geschichte hinter den Wohnlandschaften steckt.

Siegen. Rund 100 Millionen Deutsche besuchen pro Jahr IKEA. 51 Einrichtungshäuser gibt es aktuell in Deutschland, seit 2005 auch eines in Siegen. Fast jeder hat ein Möbelstück wie das BILLY Regal oder den Kleiderschrank PAX der schwedischen Firma in den eigenen vier Wänden stehen. Was IKEA für Umwelt, Mitarbeiter und Flüchtlinge tut, wie die Wohnlandschaften gestaltet werden und was hinter den Kulissen passiert, stellte das Siegener IKEA Team um Einrichtungshauschefin Cathrin Scholz den Mitgliedern des Marketing Clubs Siegen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Marketing vor Ort“ vor.

Insgesamt 45 der sogenannten „Roomsets“ gibt es in Siegen. Ein „Roomset“ ist eine Wohnlandschaft, zum Beispiel ein Schlafzimmer oder eine Küche. Auf fünf dieser „Roomsets“ legt das Siegener IKEA-Team besonders viel Wert. Es sind die ersten fünf Räume, mit denen der Rundgang (2,5 Kilometer) durch das Möbelhaus anfängt. „Hier zeigen wir die zentralen Wohnbereiche und möchte damit kleine Geschichten erzählen“, erklärte Katharina Ott, verantwortlich für Kommunikation und Einrichtung.

Die Ideen für die Geschichten stammen von den Kunden selbst. IKEA hat dafür eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, was den Kunden besonders wichtig ist und wie ihre Lebenswelt aussieht. Im Siegener IKEA gibt es deshalb beispielhafte Räume für eine Studenten-WG, für eine Familie auf kleinem Raum, für eine großzügige Küche und für einen Wintergarten. Mehrere Räume sind im Stile eines Fachwerk-Hauses gehalten. „Wir haben auch Hausbesuche gemacht, um herauszufinden, wie die Menschen leben. Das ist für uns enorm wichtig, diesen lokalen Bezug zu haben. Viele Siegener haben einen Wintergarten, haben Haustiere – für sie möchten wir Wohnlösungen anbieten“, erklärte Katharina Ott. So gestaltete IKEA auch die „ideale Küche“ – im Siegerland ist dies eine Küche mit weißer Hochglanzfront in einer L-Form.

Einer der Schwerpunkte des gesamten Konzerns ist Nachhaltigkeit. „IKEA legt viel Wert auf Nachhaltigkeit, wir setzen dies im gesamten Einrichtungshaus um“, sagte Cathrin Scholz, die seit zwei Jahren die Chefin in Siegen ist. Der Energieverbrauch sank dank modernen LED-Lampen, Baumwolle und Holz werden aus nachhaltigeren Quellen gewonnen, statt Styropor wird eine Alternative eingesetzt. Bei der Verpackung der Produkte versucht IKEA, die Kartons so klein wie möglich zu machen, um die CO2-Belastung beim Transport zu minimieren. IKEA investierte Milliarden in erneuerbare Energien, durch Windkraftanlagen und Solaranlagen generierte der Konzern selbst 71 Prozent des verbrauchten Stroms selbst. Besonders gut gelang die Nachhaltigkeitsstrategie in Siegen, das Team gewann den internen Nachhaltigkeitspreis.

Sich um den Menschen und den Planeten zu kümmern, legte IKEA kürzlich als einen der zentralen Unternehmenswerte fest. Dazu zählt auch das Engagement für Flüchtlinge. Einzelne Projekte unterstützte das Möbelhaus mit bis zu 10.000 Euro und IKEA Deutschland investierte insgesamt 1,5 Millionen Euro. Auch der Bereich „IKEA Food“ trägt zur Positionierung als verantwortungsvolles Unternehmen bei, Kaffee und Kakaos werden beispielsweise nur unter Einhaltung der UTZ-Zertifizierung verkauft.

Doch auf der Veranstaltung des Marketing Clubs ging es außerdem um Einblicke hinter die Kulissen. Matthias Rickert, Chef der Haustechnik und vom ersten Tag an im Siegener IKEA beschäftigt, führte die Gäste durch die Katakomben und zu drei unterirdischen Tunneln, die im Notfall den Menschen Schutz vor Feuer oder Gasen bieten.